Advent - na und?

Worte aus der Kirche zum 01. Dezember 2019

Volksstimme und Altmarkzeitung

Liebe Leser!

Wir haben Advent. Na und? Was ist schon anders als an anderen Tagen?

Natürlich die Weihnachtsmärkte, der Glühwein, die Heimlichkeiten, die Stollen,

die beleuchteten Fenster und Gärten. Eine Zeit in der Dunkelheit.

Für die meisten Menschen ist es so. 

 

Es muss aber nicht so sein. Da ist mehr drin!

Wir leben in Deutschland in einem christlichen Umfeld. Nicht nur die Musik, unsere Sprache und Denken, sondern auch die Bilder und die Baukunst zeugen von einer großartigen Vergangenheit. Auch unser weltliches Jahr ist geprägt von christlichen Festen und Bräuchen. Ob wir uns Christen nennen oder nicht. Wir alle feiern gerne Weihnachten, nehmen die kirchlichen Feiertage von Karfreitag, Ostermontag, Christi Himmelfahrt und Pfingstmontag gerne für ein verlängertes Wochenende mit. 

 

Große Feste aber werfen ihre Schatten voraus. So ist die Adventszeit eine innere Zeit der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Es geht also nicht nur darum äußerlich möglichst viele Weihnachtsmärkte zu besuchen, sondern auch um das Innere des Menschen.

 

Wer die ganze Woche genügend Arbeit hat, der freut sich auf das erholsame Wochenende. Wer das ganze Jahr unterwegs ist, darf sich im Advent  Zeit für sich selber nehmen. Warum auch nicht? 

Es geht darum, sich nicht nur treiben zu lassen von den weltlichen Dingen, sondern mal zu schauen, wer ich angesichts dieser hektischen Zeit eigentlich bin! Ein Zahnrad im Getriebe Welt, dass nur zu funktionieren hat? Oder bin ich mehr? Kann ich ganz Mensch sein? Habe ich eine Sehnsucht in mir, der ich nachgehen kann? Bin ich nur für mich da oder habe ich auch Verantwortung für andere? 

 

Der Advent bezieht sich auf Weihnachten, wo wir feiern, dass Gott ein Mensch in Jesus Christus wird. Unser Leben wird mit Gott in Verbindung gebracht. Er interessiert sich für uns. 

Und so dürfen wir unser Leben auf Gott ausrichten. Ganz freiwillig. Und wir spüren, dass uns das wohltut. Es ist gut zu wissen, dass wir bei ihm in Freude, in Ängste und in Trauer geborgen sind. Wer glaubt, ist nie allein.

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